FotoIn Soest fand das erste Krav Maga Seminar für Vollziehungsbeamte statt. Bei nahezu israelischen Bedingungen mit über 37 Grad im Schatten fand sich eine sehr gemischte Gruppe zusammen, um taktische Selbstverteidigung zu lernen. Gleich zu Beginn wurde auf das Prinzip der Taktik hingewiesen, um deutlich zu machen, daß bei Betreten fremder Wohnungen mit dem Ziel, dem Bewohner etwas „wegzunehmen“, ein Angriff zu erwarten ist, und sich die Beamten mental darauf vorbereiten müssen, ohne Angst zu haben oder als Rambos aufzutreten.

Es folgten sofort Übungen zur Antzipation möglicher Angriffe, der Zusammenhang zwischen Körpersprache, verbaler Intervention und Checking the Area geübt ( Jedes Haus steckt voller Waffen, insbesondere die Küche beinahltet ein Sammelsurium an Messern). Nach dieser Eingangsphase wurden die häufigsten Angriffsarten aus unterschiedlichen Positionen ( sitzen, stehen, Bodenlage), verschiedenen Distanzen ( Umklammerungen, Würger etc) und die entsprechenden Krav Maga Abwehrtechniken gezeigt und eingeübt. Schwerpunkt war auch diesmal das verbale Vorbereiten sowie die 200 % defense als wichtigstes Grundprinzip.

Ergänzt wurde das Training durch Abwehr von Messerangriffen, sowie die Demonstration der Abwehr von Stockangriffen und Schußwaffen). Am Ende erfolgte eine Diskussion über die Möglichkeiten des Selbstschutzes des einzelnen Beamten. Obwohl die Gruppe der Vollziehungsbeamten zunehmend mit Bedrohungen konfontiert sind, waren die meisten überrascht von den vielfältigen Möglichkeiten tätlicher Angriffe, und alle arbeiteten trotz der widrigen Bedingungen und der damit verbundenen körperlichen Anstrengung bis zum Ende aktiv mit. Das positive Feedback zeigte, wie notwendig solche Einheitenen sind, und daß sich Krav Maga erneut als optimale Methode auch für diese Berufsgruppe darstellt.